Warum KI-Tools für TGA-Büros jetzt entscheidend werden

Shownotes

Warum KI-Tools für TGA-Büros jetzt entscheidend werden

Die TGA-Branche ist groß und wirtschaftlich relevant. Gleichzeitig trägt sie enorme Kostenverantwortung. In Neubauten macht die Technische Gebäudeausrüstung bereits einen erheblichen Anteil der Baukosten aus — im Bestand liegt dieser Anteil oft noch höher. Das erhöht den Druck auf Planungsbüros, sauber, effizient und nachvollziehbar zu arbeiten.

Hinzu kommt der demografische Wandel. Viele erfahrene TGA-Fachplaner gehen in den nächsten Jahren in den Ruhestand, während der Nachwuchs fehlt. Wissen, das früher über Erfahrung weitergegeben wurde, muss heute systematisch dokumentiert werden. Digitale Tools und KI können dabei helfen, Prozesse zu standardisieren und Know-how langfristig im Büro zu sichern.

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00:00:00: Stellt ihr mal ein riesiges, millionenschweres Krankenhausprojekt vor.

00:00:03: Wenn du die Baukosten ansiehst, dann fließen bis zu dreißig Prozent des gesamten Budgets in die Lunge und das Nervensystem von diesem Gebäude.

00:00:13: Also in die technische Gebäudausrüstung kurz die TGA?

00:00:17: Genau!

00:00:17: Das sind hunderte Kilometer Kabel hochkomplexe Lüftungsschächte präzise getaktete Heizkreisläufe.

00:00:25: Wir sprechen hier wirklich von Milliardenbeträgen

00:00:27: Absolut!

00:00:28: Und jetzt kommt halt der harte Kontrast.

00:00:30: Wir haben in unserer heutigen Analyse mal genauer hingeschaut, fast neunzig Prozent der Ingenieurbüros die diese hochkomplexe Infrastruktur planen, haben ihre eigenen Prozesse noch nicht einmal vollständig digitalisiert.

00:00:41: Ja das ist eigentlich Wahnsinn oder?

00:00:43: Die entwerfen quasi die Zukunft unserer Infrastruktur und kämpfen im Hintergrund mit Methoden, die teilweise echt noch aus den Neunzigern stammen.

00:00:51: Richtig – Mit Exelisten und ausgedruckten Ordnern.

00:00:54: Genau das.

00:00:56: Und unsere Mission für diesen Deep Dive heute ist es, herauszufinden warum eine Branche die so extrem unter Druck steht jetzt plötzlich auf künstliche Intelligenz setzt.

00:01:07: Und zwar spoiler nicht um irgendwelche futuristischen Roboter zu steuern sondern um das tiefgreifende Bauchgefühl von einer ganzen Generation von Ingenieuren zu archivieren bevor sie in Rente gehen.

00:01:22: Dieser Rückstand in der Digitalisierung, das ist ja kein böser Wille von den Büros.

00:01:28: Überhaupt nicht!

00:01:30: Wenn man sich die Struktur der Branche ansieht wird ganz schnell klar warum wir genau an diesem Punkt stehen.

00:01:36: Die TGA-Planung war jahrzehntelang ein Geschäft dass massiv auf informellem Wissen basierte.

00:01:41: Okay

00:01:41: also Sachen die nicht im Handbuch stehen

00:01:43: Exakt.

00:01:44: Das lernst du halt nicht aus einem Lehrbuch an der Uni!

00:01:48: Ein Seniorplaner weiß einfach, aus dreißig Jahren schmerzhafter Erfahrung das bestimmte Rohrleitungen in Kombination mit spezifischen Brandschutzvorgaben im Altbauten, dass die einfach immer wieder zu Problemen führen.

00:02:02: Dieses typische Meister Lehrlingswissen

00:02:04: Genau das Dieses extrem wertvolle Erfahrungswissen wurde quasi am Zeichentisch vom Meister an den Junior weitergegeben.

00:02:13: Und diese Brücke bricht uns jetzt gerade massiv weg!

00:02:16: Das zeigen ja auch die Zahlen von Florian Moll, von SNB Strategy.

00:02:19: echt schonungslos – ich habe da mal reingeschaut.

00:02:23: wir haben allein in Deutschland über viertausend Ingenieurbüros in diesem Sektor.

00:02:27: Wahnsinnige Zahl eigentlich.

00:02:29: und sie setzen rund neunzig Milliarden Euro um Mit ungefähr forty-fünfzigtausend Beschäftigten.

00:02:35: Dazu kommt dann noch, dass der Bereich Service und Wartung in der Dachregion um etwa acht Prozent pro Jahr wächst – die Gebäude wären ja auch immer intelligenter.

00:02:45: Eben!

00:02:46: Die Anforderungen an Energieeffizien steigen, das Auftragsvolumen wächst aber die Köpfe, die das alles berechnen sollen, verschwinden.

00:02:53: Diese Meistergeneration verabschiedet sich in den wohlverdienten Ruhestand

00:02:57: Und das erzeugt halt einen unglaublichen Druckkessel.

00:03:00: Der demografische Wandel zwingt die Büros in eine Ecke, aus der sie sich... Na ja da kommen Sie mit ein paar neuen Exelvorlagen einfach nicht mehr raus!

00:03:08: Das reicht nicht mehr ne?

00:03:09: überhaupt nicht.

00:03:10: Man muss dieses informelle, auf Intuition-basierende Wissen jetzt in skalierbare digitale Prozesse gießen.

00:03:16: Ansonsten droht da wirklich der völlige Kollaps in der Planung!

00:03:20: Und das Verrückte ist ja die Branche hat es eigentlich geschnallt.

00:03:23: Vierundachtzig Prozent der Unternehmen wollen bis zu zwanzig sechsundzwanzig massiv in digitale Technologien investieren.

00:03:28: Ja, der Wille ist da.

00:03:29: Genau und über zwei Drittel der Führungskräfte sehen bei den Vorreitern auch schon deutliche Produktivitätsgewinne.

00:03:36: aber aktuell Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.

00:03:40: Aktuell sind nur lächerliche elf Prozent der Bauunternehmen vollständig digitalisiert.

00:03:46: Das ist wirklich ein Paradoxon!

00:03:49: Da stockt einem echte Atem, vor allem wenn man sich an sieht was parallel im restlichen Bausektor so passiert.

00:03:55: Du meinst diese Kontraste?

00:03:56: Ja genau wir haben da diese Quelle über the twenty four hour home.

00:04:00: Das ist so ein Bericht über Mega-Fabriken, die vollautomatisierte Fertighäuse am Fließband aus dem Boden stampfen.

00:04:06: Ein komplettes Haus in vierundzwanzig Stunden!

00:04:08: Richtig – alles algorithmisch durchgetaktet.

00:04:10: Und am anderen Ende des Spektrums sitzt dann das traditionelle Ingenieurbüro und der Juniorplaner verzweifelt daran aber Tausende von Zeilen in so einem Leistungsverzeichnis manuell abzugleichen.

00:04:21: Weil der erfahrene Kollege halt schon im Vorrufestand ist?

00:04:24: Genau.

00:04:25: Der Markt draußen wartet ja nicht auf die Büros….

00:04:28: Investoren fordern Tempo?

00:04:30: Wenn diese TGA-Technik fast ein Drittel der Kosten verschlingt, wie kann das sein?

00:04:35: Rechnen die diese Milliardenprojekte auf Bierdeckeln aus?

00:04:38: Naja so extrem ist es nicht.

00:04:39: Dabei geht um Tempo-, Fehlerfreiheit und Kostensicherheit – und das ist der Punkt an dem die künstliche Intelligenz in der TGE einspiel kommt!

00:04:48: Nur müssen wir hier glaube ich unser Bild von KI dringend korrigieren.

00:04:52: Wenn Leute so KI am Bau hören, stellen die sich oft direkt generative Algorithmen vor... ...die völlig eigenständig revolutionäre klimaneutrale Heizsysteme entwerfen!

00:05:02: Ja wie so ein Roboterarchitekt?

00:05:04: Genau.

00:05:05: aber die Realität sieht ganz anders aus.

00:05:07: Die Margen in der TGA bluten nicht bei der kreativen Konzeptfindung aus.

00:05:11: Die verbluten schlichtweg in der Bürokratie.

00:05:13: Hier wird es wirklich interessant.

00:05:15: Ich muss nämlich zugeben, als ich mir die Aufgabenliste von diesem einen Tool aus unserer Quelle – also von TJ Assist-sixundzwanzig angesehen habe – war ich echt anfangs etwas enttorscht.

00:05:26: Zu unglamourös!

00:05:28: Ja voll!

00:05:29: Das Tool prüft GAB Dateien durch Forsted Honorarordnungen, vergleicht Leistungsverzeichnisse.

00:05:35: Im ersten Moment dachte ich so… Warte mal ….

00:05:37: Die KI entwirft also gar keine genialen Heizungssysteme?

00:05:41: Nee Das ist im Grunde ein glorifiziertes Rechtschreibprogramm für Formulare.

00:05:46: Verkauft man da nicht den Begriff künstliche Intelligenz völlig unter Wert, wenn man sie nur als peniblen Buchhalter einsetzt?

00:05:54: Das klingt natürlich unglamourös ja!

00:05:56: Bis man versteht wie katastrophal sich Fehler in diesen scheinbar banalen Formalien eigentlich auswirken.

00:06:02: Okay erzähl Lukas

00:06:04: Ma von tga.at bringt das in unserem Material sehr präzise auf den Punkt.

00:06:10: er sagt Die KI ist kein Ersatz für den TGA-Planer.

00:06:14: Sie ist ein Werkzeug, das repetitive und regelbasierte Aufgaben übernimmt.

00:06:19: Also die ganzen nervigen Sachen?

00:06:20: Genau!

00:06:21: Lass uns das mal aufschlüsseln – Ein Leistungsverzeichnis für ein mittleres Bauprojekt also so eine klassische GAB-Datei, die enthält oft Zehntausende von Positionen.

00:06:32: Zehnteusende?!

00:06:33: Ja Und das menschliche Auge ermüdet unweigerlich, wenn es ab Zeile viertausend prüfen muss.

00:06:38: Ob die Spezifikationen für, sagen wir mal Rohrventile immer noch konsistent sind?

00:06:43: Klar, da schwirrt einem irgendwann der Kopf!

00:06:45: Und wenn hier ein Fehler passiert – etwa eine falsche Mengenangabe oder eine incompatible Komponente – dann wird das später auf der Baustelle zu einem extrem teuren Nachtrab.

00:06:55: Die KI arbeitet hier also nicht kreativ.

00:06:58: Sie betreibt semantische Musterherkennung….

00:07:00: Ah ok, das hebt die Sticks enorm,

00:07:03: oder?!

00:07:04: Wenn ein Junior-Planer in so einer endlosen Liste eine Brandschutzklappe spezifiziert, die nicht der aktuellsten Dinnenorm für exakt diese Wandstärke entspricht.

00:07:14: Da schickt man ja nicht einfach einen Paket an Amazon zurück.

00:07:17: Eben nicht!

00:07:18: Im schlimmsten Fall stoppt der Brandschuzpulver später die gesamte Etage.

00:07:22: Die Trockenbauwände müssen wieder aufgerissen werden Der ganze Zeitplan kippt und das Büro hat direkt eine sechsstellige Schadensersatzforderung auf dem Tisch.

00:07:30: Und exakt das ist das Muster, nachdem die KI jagt.

00:07:33: Die KI gleicht den Kontext von einem Wort wie Brandschutzklappe im Dokument in Millisekunden mit den aktuellen sich ständig ändernden Normdatenbanken ab und schlägt dann sofort Alarm.

00:07:44: Das geht manuell gar nicht mehr in der Geschwindigkeit?

00:07:46: Nein!

00:07:47: Die harte Währung, in der das gemessen wird ist gewonnene Zeit.

00:07:51: Die Büros erwarten durch diese Art der intelligenten Automatisierung eine Zeitersparnis von mindestens

00:07:57: zwanzig Prozent.

00:07:59: Ja und wenn diese Marke nicht erreicht wird fällt die Akzeptanz im Büro sofort auf null!

00:08:04: Ein Fünftel der Arbeitszeit zurück zu gewinnen bedeutet schlichtweg dass der Ingenieur wieder das tun kann wofür er eigentlich studiert hat

00:08:11: Nämlich komplexe technische Lösungen entwerfen, statt stupide Checklisten abzuhaken.

00:08:18: Lass uns da mal einen genaueren Blick unter die Haube werfen!

00:08:21: Wie funktioniert das bei diesem spezifischen Tool?

00:08:23: Also TGA SS-Rs.

00:08:28: Es macht ja explizit keine CAD-Planung, zeichnet also gar keine drei D-Modelle.

00:08:32: Richtig!

00:08:33: Der Fokus liegt rein auf den kaufmännischen und rechtlichen Büroprozessen.

00:08:37: Was ich aus technologischer Sicht echt clever finde – das System zwingt die Nutzer nicht in so eine Parallelwelt.

00:08:43: Das ist ein riesiger Vorteil.

00:08:45: Ja du musst keine komplett neue Infrastruktur hochziehen Und alle Daten doppelt pflegen.

00:08:51: Es importiert einfach die bestehenden Dateien der Büros.

00:08:54: Es klingt sich in den bestehendem Workflow

00:08:56: ein.

00:08:57: Dieser nahtlose Übergang ist auch absolut entscheidend für die Akzeptanz.

00:09:01: Betrachten wir zum Beispiel mal die HOAI, also die Honorarordnung für Architekten und Ingenieure.

00:09:06: Oh ja ein beliebtes Thema!

00:09:08: Das ist halt keine einfache Preisliste, die man mal eben aufschlägt.

00:09:11: das ist eine hochkomplexe Matrix aus anrechenbaren Baukosten verschiedenen Honorarzonen und einzelnen Leistungsphasen.

00:09:20: Ein Mensch verbringt Stunden damit diese Parameter manuell zu referenzieren und die Querverbindungen zu prüfen.

00:09:26: Früher war Software hier extrem Starr und Formel besiert.

00:09:29: So im Stil eines Taschenrechners, wo du jede Zahl selbst eintippen musstest.

00:09:33: Exakt!

00:09:34: Du hast Zahlen eingegeben und gehofft das am Ende alles stimmt.

00:09:39: Heute nutzt TGA-Sist da eine regelbasierte KI mit Plausibilitätschecks – Das System versteht den Kontext.

00:09:47: Wie meinst du das konkret?

00:09:48: Naja, es erkennt zum Beispiel Aha!

00:09:50: Dies ist ein Krankenhausbau.

00:09:52: Wir bewegen uns in Honorarzone vier Leistungsphase drei aber die angesetzten Kosten weichen um vierzig Prozent vom historischen Durchschnitt ähnlicher Projekte ab.

00:10:01: Oh wow das ist natürlich ein gewaltiger Sprung.

00:10:04: Es warnt mich also aktiv.

00:10:06: Genau.

00:10:06: Das heißt Die Einführung von dieser Software Ist gar nicht damit vergleichbar ein komplett neues Betriebssystem zu installieren bei dem am ersten Tag niemand mehr weiß wo überhaupt der Startbutton ist.

00:10:16: Neee überhaupt nicht.

00:10:18: Da es ja laut Quelle, Browserbasierknundmodular aufgebaut ist, fungiert das eigentlich eher wie so ein extrem intelligenter Filter der ganz still im Hintergrund läuft.

00:10:27: Ja!

00:10:27: Das ist ein gutes Bild!

00:10:29: Du

00:10:29: behältst deinen normalen Workflow, arbeitest in deinen gewohnten Dateien aber die KI leuchtet quasi die Minen auf dem Feld aus bevor du drauf trittst.

00:10:38: Richtig

00:10:39: Sie scant die FOB also die Vergabe- und Vertragsordnung nicht als eine starre PDF Checkliste sondern als dynamisches Regelwerk und das interveniert sofort, wenn formale Widersprüche auftauchen.

00:10:51: Und genau diese Interventionen in den frühen Projektphasen sind entscheidend!

00:10:56: Stell dir vor du stehst unter extremem Zeitdruck

00:10:58: Was am Baujahr der Standard ist?

00:11:00: Eben Die Ausschreibungen müssen dringend an die Bieter raus.

00:11:04: Genau in dem Moment passieren die fatalsten Flüchtigkeitsfehler.

00:11:07: Der digitale Assistent fängt diese Fehler einfach ab.

00:11:10: Okay Aber das führt uns unweigerlich zu der kritischsten Bruchstelle bei der Einführung von KI in so sensiblen Branchen.

00:11:17: Das absolute Totschlagargument.

00:11:19: Haftung.

00:11:20: Exakt, Haftunk!

00:11:22: Wenn die KI diese falsche Brandschutzklappe in Zeile fourtausend zweihundert bemerkt, spart das dem Büro vielleicht hunderttausende Euro?

00:11:29: Aber was passiert wenn die KI diesen Fehler übersieht?

00:11:34: oder noch schlimmer?

00:11:35: Was wenn die KAI aufgrund einer falsch interpretierten Norm eine Änderung vorschlägt?

00:11:40: Der Planer nickt das unter Zeitdruck blind ab und das Gebäude erleidet später einen massiven Wasserschaden.

00:11:46: Das ist die große Angst.

00:11:47: Ja klar, der Bauherr wird ja sicherlich keinen Algorithmus verklagen und in der Dachregion stehen die Ingenieure ohnehin permanent mit einem Bein im Haftungsrisiko.

00:11:56: auf wen wird damit dem Finger gezeigt?

00:11:59: Kann der Planer sagen hey!

00:12:01: Die Software war's.

00:12:02: Nein,

00:12:03: die juristische Lage ist hier glasklar.

00:12:06: Die fachliche Kontrolle und auch die vollumfängliche Haftung bleiben immer wirklich ohne Ausnahme beim menschlichen Planer.

00:12:15: Okay, das ist hart.

00:12:16: Ja aber du kannst rechtliche Verantwortung nicht an eine Software auslagern.

00:12:21: und genau aus diesem Grund ist das Thema Transparenz bei diesen Tools ein absolutes Ausschlusstraterium

00:12:26: Weil ich sonst gar nicht weiß was das Tool gemacht hat.

00:12:29: Richtig!

00:12:30: So genannte Blackbox-Lösungen Bei denen ein Algorithmus einen Ergebnis ausspuckt Aber niemand mehr nachvollziehen kann wie dieses Ergebnis eigentlich zustande kamen Die sind für Ingenieur-Goros hochgradig toxisch

00:12:42: Und er wirft ja auch der EU-AI-Akt bereits seine massiven Schatten voraus.

00:12:46: Wir haben das ja an den Quellen gesehen.

00:12:48: Transparenz ist nicht mehr nur ein nettes Feature, so als add on... Nee!

00:12:52: Das wird zur knallharten rechtlichen Anforderung.

00:12:54: Wenn es am Bau zu einem Rechtsstreit kommt dann fordern Rechnungsprüfungsämter, Bauherren oder auch Gerichte eine absolut lückenlose Dokumentation.

00:13:03: und dass oft noch Jahre nachdem die Planung überhaupt abgeschlossen wurde.

00:13:08: Ganz genau TGA ist, zwanzig sechsundzwanzig scheint diese Bedrohung aber verstanden zu haben oder?

00:13:16: Das Tool dokumentiert jeden einzelnen Rechenweg und jeden Abgleich mit den Normen also

00:13:21: V.o.B.,

00:13:22: H.O.A.I.,

00:13:23: Dienvorgaben absolut sauber mit!

00:13:25: Es dreht das Risiko im Grunde sogar um und macht die KI zu einem juristischen Schutzschild für das Büro.

00:13:31: Ein Schutzschil?

00:13:32: Ja

00:13:33: Du nutzt das Tool nicht als dein Vormund sondern als dein Werkzeug.

00:13:36: Wenn es hart auf hart kommt und du stehst vor Gericht, liefert dir das System ein absolut revisionssicheres Protokoll.

00:13:42: Ah, verstehe!

00:13:44: Du kannst schwarz auf weiß beweisen – zu exakt diesen Zeitpunkt.

00:13:48: auf Basis der damals gültigen Norm wurde diese Entscheidung so und so getroffen und von mir plausibilisiert.

00:13:55: Das ist natürlich extrem wertvoll

00:13:56: Und angesichts der Prognosen für die Branche wird dieser Schutzschild auch unverzichtbar.

00:14:02: Andreas Lücke vom Bundesindustrieverband TGA geht ja für zwanzig sechsundzwanzig von einer leicht positiven Auftragslage aus.

00:14:09: Was auf den ersten Blick nach einer tollen Nachricht klingt, aber die Schlinge eigentlich nur noch enger zieht für die Büros oder?

00:14:14: Absolut!

00:14:15: Mehr Aufträge auf dem Tisch bei gleichbleibendem oder sogar sinkendem Personalbestand bedeutet schlichtweg mehr Stress.

00:14:22: Das heißt ein höheres Risiko für Flüchtigkeitsfehler und damit zwingend den Bedarf an Prozessen, die nicht unter der Last zusammenbrechen.

00:14:28: Exakt

00:14:29: – die müssen stabil laufen.

00:14:30: Gut,

00:14:31: wir haben also dieses Software.

00:14:32: Die bewiesener Maßen extrem viel Zeit spart und den Planer rechtlich absichert – der Praxistest!

00:14:39: Jetzt kommt's!

00:14:40: Jeder, der schon mal versucht hat in einem mittelständischen Büro einfach nur eine neue Kaffeemaschine einzuführen oder etablierte Prozesse zu verändern, der weiß die beste Technologie ist absolut nutzlos wenn die Belegschaft sie am Ende boykottiert.

00:14:55: Oh ja...

00:14:56: Wie bekommt man so ein System an den Schleiptisch der Leute?

00:14:59: ohne dass sie am zweiten Tag heimlich wieder ihre fehleranfälligen Exelisten aufmachen.

00:15:05: Die bittere Wahrheit der Digitalisierung ist da eigentlich ganz simpel!

00:15:09: Sie scheitert fast nie an der IT, sie scheitern fast immer an der Organisation.

00:15:15: An den Menschen?

00:15:16: Ja – wenn die Geschäftsführung so eine neue Software einfach von oben herabdiktiert, dann ist das Projekt im Grunde an Tag eins schon gescheitert.

00:15:25: Der Schlüssel zur Akzeptanz liegt in der psychologischen Hürde.

00:15:28: Okay, wie meinst du das?

00:15:30: Die Mitarbeiter dürfen einfach nicht das Gefühl haben dass ihnen ein übermächtiges System plötzlich die Kontrolle entreist.

00:15:37: Der Ansatz muss extrem pragmatisch sein!

00:15:39: Das ist im Grunde wie im Fitnessstudio oder?

00:15:42: Nur weil Du den Jahresbeitrag bezahlst wachsen da noch lange keine Muskeln.

00:15:46: Guter Vergleich

00:15:47: ja?!

00:15:47: Du musst deine Routine ändern und die Leute müssen das Gerät auch bedienen wollen ohne sich dabei den Rücken zu verrenken.

00:15:53: Die Strategie hier ist also aus der Quelle start small.

00:15:56: Kleinanfang!

00:15:57: Genau, nicht sofort die gesamte Unternehmensstruktur umkrempeln sondern sich einen einzigen richtig schmerzhaften Prozess heraus suchen.

00:16:05: man setzt ein kleines Pilotprojekt im Büro auf

00:16:09: zum

00:16:10: Beispiel nur für die Prüfung externer GA eB-Dateien oder

00:16:14: eben für die nächste komplexe Honorarabrechnungen.

00:16:16: Man lässt das Team einfach mal erleben, wie das Tool funktioniert.

00:16:20: Wenn ein Planer merkt dass er Freitagnachmittags zwei Stunden früher ins Wochenende gehen kann weil ihm die Software den manuellen Abgleich komplett erspart hat

00:16:29: Dann spricht sich das rum.

00:16:31: Genau diese gewonnene Lebenszeit spricht sich auf dem Flur hundertmal schneller herum als jedes Management.

00:16:37: Memo

00:16:38: Macht total Sinn.

00:16:39: Und die Browserbasiertheit von Systemen wie TGA Assist spielt da wahrscheinlich genau in diese Psychologie mit rein, oder?

00:16:46: Absolut!

00:16:47: Die Einstiegshürde tendiert ja quasi gegen Null.

00:16:50: Du hast keine tagelangen Instanationen Keine nervigen Schulungen für komplett neue Benutzeroberflächen Einloggen, Datei hochladen Ergebnisse sehen

00:17:00: Einfach machen.

00:17:00: Vertrauen entsteht ausschließlich durch diese messbare Erleichterung im Alltag.

00:17:05: Große, monolithische Komplettsysteme die versuchen alles auf einmal zu lösen, die überfordern die Teams oft total.

00:17:13: Ein skalierbarer modularer Ansatz erlaubt es den Büros die KI genau in dem Tempo zu integrieren indem das Team auch bereit ist seine alten Gewohnheiten loszulassen.

00:17:24: Das führt uns zu einem sehr klaren Bild davon, was Digitalisierung in diesen handfesten fundamentalen Branchen wie der TGA eigentlich wirklich bedeutet.

00:17:34: Wenn wir die Erkenntnisse heute mal zusammenziehen für dich als Zuhörer wird deutlich es geht hier nicht um irgendwelche Medien wirkswahmen glänzenden Science-Fiction Konzepte.

00:17:44: Es geht um die unermüdliche Automatisierung der frustrierenden extrem riskanten Bürokratie.

00:17:50: Richtig!

00:17:50: Es geht darum das Fundament Also die rechtliche Absicherung, die Fehlervermeidung bei den kleinsten Bauteilen so massiv zu stabilisieren dass menschliche Planer überhaupt noch die Chance haben die gewaltigen Anforderungen der modernen Gebäudeinfrastruktur zu bewältigen.

00:18:05: Die KI übernimmt hier also die Rolle des peniblen Archivars und Kontrollers um eben diesen massiven Verlust von Expertenwissen aufzufangen.

00:18:14: Ja diese Archivierung des menschlichen Erfahrungswissens ist wahrscheinlich der rettende Anker für die Branche.

00:18:20: aber Das bringt uns abschließend noch zu einer ziemlich tiefgreifenden systemischen Frage, finde ich.

00:18:25: Eine die weit über das Jahr zwanzig sechsundzwanzig hinaus reicht ja?

00:18:29: Genau!

00:18:30: Wir saugen jetzt das gesamte komplexe Regelwissen also das tiefe Verständnis für Normen für physikalische Zusammenhänge und rechtliche Fallstricke dass sich diese Meistergeneration über Jahrzehnte mühsam aufgebaut hat in Algorithmen auf

00:18:43: das System warnt, das System korrigiert und plausibilisiert.

00:18:48: Und die jungen Ingenieure, die jetzt frisch von der Hochschule kommen, wachsen von ihrem allerersten Arbeitstag an in dieser komplett assistierten Umgebung auf.

00:18:57: Die kennen es gar nicht mehr anders!

00:18:59: Sie lernen vielleicht gar nicht den Schmerz kennen, sich Nächte um die Ohren zu schlagen, um diesen einen dummen Fehler in der Honorarordnung zu finden...

00:19:06: Das wirft natürlich den entscheidenden Gedanken auf.

00:19:09: Laufen wir Gefahr, dass diese nächste Generation von TGA-Planern das fundamentale handwerkliche und physikalische Regelwerk gar nicht mehr wirklich in der Tiefe durchdringt?

00:19:19: Ja!

00:19:20: Wenn die sich blind auf den intelligenten Filter verlassen, erziehen wir dann unsere Ingenieure langsam aber sicher zu reinen Softwaremanagern um?

00:19:28: Das ist eine hoch spannende Gratwanderung – Die Werkzeuge machen uns definitiv schneller und sicherer Aber das grundlegende physikalische und rechtliche Verständnis, das muss zwingend in den Köpfen der Menschen bleiben.

00:19:42: Weil sonst verliert der Plausibilitätscheck sein eigentlichen Prüfer.

00:19:45: Ganz genau!

00:19:46: Vom Experten zum reinen Bediener.

00:19:49: Das ist echt ein Gedanke, dem man definitiv im Kopf behalten sollte wenn man die nächste Software-Generation bei sich im Büro einführt.

00:19:55: Absolut.

00:19:56: Nächstes Mal, wenn du in so einem modernen Bürogebäude stehst und die perfekt temperierte Luft spürst, denk einfach mal an die unsichtbaren Datenströme unter der Oberfläche – und an den Algorithmus, der geräuschlos dafür gesorgt hat dass die Realität mit den Normen übereinstimmt!

00:20:11: Das war unser Diebdive für heute.

00:20:13: Danke das dir die Zeit genommen hast mit uns in diese Details abzutauchen.

00:20:17: Bis zum nächsten Mal.

00:20:18: Ciao bis dann.

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