Change Management und Kompetenzentwicklung für die digitale Transformation

Shownotes

Überblick über die digitale Transformation des Bauwesens in Deutschland, wobei der Fokus auf Building Information Modeling (BIM) und Künstlicher Intelligenz (KI) liegt.
Es gibt eine Vielzahl staatlicher Bauvorhaben und erläutern strategische Roadmaps sowie technische Konzepte wie den Lebenszyklus von Gebäuden und verschiedene Detaillierungsgrade (LOD). Besonderes Augenmerk liegt auf der Technischen Gebäudeausrüstung (TGA), in der KI-gestützte Tools die Planungszeit massiv verkürzen und Prozesse wie die Wartung oder den Brandschutz automatisieren. Neben technischen Aspekten thematisieren die Texte auch wirtschaftliche Faktoren, rechtliche Herausforderungen bei der Vergütung sowie notwendige Weiterbildungsangebote für Architekten und Ingenieure.

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00:00:00: Bestellen Sie sich mal vor, es gäbe eine Methode, mit der Sie die Fehler kosten bei einem typischen Bauprojekt.

00:00:06: Sagen wir, um mehr als die Hälfte reduzieren könnten.

00:00:10: Eine Ihrer Quellen, der BIM-Monitor von twenty-fünfundzwanzig, belegt genau das.

00:00:15: Die Zahlen sind wirklich beeindruckend.

00:00:18: Eine Reduktion von zwanzigkommar vier Prozent auf neunkommar sechs.

00:00:23: Das ist eine Einsparung von satten siebenundfünfzig Prozent.

00:00:27: Und jetzt kommt der Hammer.

00:00:29: Die selbe Studie zeigt, dass seventy-two Prozent der deutschen Planungsbüros diese Methode einfach ignorieren.

00:00:35: Sie machen weiter wie bisher.

00:00:36: Ja, und das ist der Kern des Ganzen.

00:00:38: Es ist ein echtes Paradoxon, das sich durch alle Unterlagen zieht, die sie uns geschickt haben.

00:00:43: Egal ob die offizielle BIM Roadmap vom Bund, die Leitfäden der Kammern oder die Marktstudien.

00:00:50: Man hat eine Branche, die unter massiven Kosten und Zeitdruck ächzt und die bewiesene Lösung dafür wird nur ganz zögerlich angenommen.

00:00:59: Herzlich willkommen zu unserer heutigen Analyse.

00:01:01: Unsere Mission ist es, gemeinsam mit Ihnen herauszufinden, was hinter diesem Kürzel BIM Building Information Modeling wirklich steckt.

00:01:09: Wir wollen verstehen, warum das die Baubranche revolutionieren soll und wieso trotz dieser erdrückenden Beweise so viele Zögern.

00:01:17: Okay, packen wir das mal aus.

00:01:19: Genau, und die Frage ist ja nicht mehr, ob diese Veränderung kommt.

00:01:22: Die Unterlagen vom Bund machen das überdeutlich.

00:01:25: Sie ist schon da.

00:01:27: Es geht also nicht um die Zukunft, sondern darum, wie man in der Gegenwart den Anschluss nicht verliert.

00:01:33: Dann fangen wir am besten ganz von vorne an.

00:01:35: Wenn die meisten Leute BIM hören, denken sie wahrscheinlich an diese bunten, computergenerierten, drei-D-Modelle von Gebäuden.

00:01:42: Aber ihre Quellen machen klar, dass das nur die absolute Oberfläche ist.

00:01:47: Das ist ja bei weitem nicht alles, oder?

00:01:49: Absolut nicht.

00:01:50: Das ist nur die Spitze des Eisbergs.

00:01:52: Ein Dokument der Bayerischen Ingenieurskammerbau hat dafür eine wirklich geniale Analogie.

00:01:57: Stellen Sie sich einfach Lego-Steine vor, die traditionelle Zwei-D-Planung, das ist quasi nur die Draufsicht auf den Lego-Stein.

00:02:05: Ein paar Linien, ein paar Kreise.

00:02:07: Auf Papier.

00:02:08: Der klassische Bauplan, den man auf einem riesigen Tisch ausrollt.

00:02:12: Ganz genau.

00:02:13: Die Dreideplanung ist dann schon der nächste Schritt.

00:02:16: Das ist der tatsächliche, dreidimensionale Legostein.

00:02:20: Man kann ihn in der Hand halten, von allen Seiten betrachten, man hat eine räumliche Vorstellung.

00:02:25: Aber jetzt kommt BIM.

00:02:27: BIM ist dieser Legostein aber mit einem digitalen Etikett dran.

00:02:31: Einem Etikett, ja, stellen Sie sich einen kleinen Chip vor.

00:02:34: Und auf diesem Etikett steht alles.

00:02:37: Name, Farbe, Material, ABS-Kunststoff, Gewicht.

00:02:41: Kosten, sagen wir, €.

00:02:44: Herstellungsdatum, Lieferant.

00:02:46: Alles!

00:02:48: Okay, jetzt hat's bei mir Klick gemacht.

00:02:51: Es ist also nicht der Stein selbst, der die Revolution ist, sondern sozusagen sein Reisepass, den er immer bei sich trägt.

00:02:59: Was verindet ja alles?

00:03:01: Plötzlich kann ich das ganze Ligo-Haus nicht nur ansehen, sondern ich kann es befragen.

00:03:06: Ich kann fragen, zeig mir alle roten Steine.

00:03:09: Oder was kosten alle verbauten Steine zusammen?

00:03:12: Das ist keine Zeichnung mehr.

00:03:14: Das ist eine Datenbank.

00:03:16: Eine Datenbank basierte Methode.

00:03:18: Jedes Bauteil im Modell, eine Wand, eine Tür, eine Steckdose ist ein intelligentes Objekt.

00:03:25: Und die Informationen gehen eben weit über die Geometrie hinaus.

00:03:28: Man spricht dann von vier D, wenn Zeitplane integriert sind, also wann welches Bauteil kommt und eingebaut wird und von fünf D, wenn auch die Kosten direkt verknüpft sind.

00:03:39: Das Modell wird so zur zentralen Informationsquelle, zur Single Source of Truth.

00:03:45: Dieser Paradigmenwechsel, der klingt so fundamental.

00:03:48: Man fragt sich, warum das nicht längst Standard ist.

00:03:51: Aber die Unterlagen vom Bundesbau zeigen ja, das wird keine freiwillige Übung mehr sein.

00:03:56: Da gibt es eine ganz klare BIM Roadmap.

00:03:59: Was heißt das jetzt konkret für alle, die für den Bund bauen?

00:04:03: Das heißt, der Bund macht ernst.

00:04:05: Die Roadmap ist eine verbindliche Strategie.

00:04:08: Das Ziel ist auch klar formuliert.

00:04:10: Effizientes, vernetztes und zielorientiertes Planen, Bauen und Betreiben.

00:04:16: Und damit niemand überfordert wird, führt man das ganze Stufenweise ein.

00:04:20: In sogenannten Levels.

00:04:21: Okay, führen Sie uns mal durch diese Level.

00:04:23: Was muss man da können?

00:04:24: Also Level eins, das seit Jahrzehnte und Zwanzig schrittweise greift, konzentriert sich auf die absoluten Grundlagen.

00:04:32: Auf die Dinge, die sofort den größten Nutzen bringen.

00:04:35: Stellen Sie sich vor, man führt die digitalen Modelle von Architekt, Statiker und Haustechniker zusammen und das System schreit sofort auf, wenn...

00:04:44: Eine Lüftungsleitung durch einen tragenden Balken geplant ist.

00:04:47: Ganz genau.

00:04:48: Die sogenannte Kollisionsprüfung.

00:04:50: Oder man kann auf Knopfdruck sicherstellen, dass alle Pläne, die man aus dem Modell zieht, immer auf dem exakt gleichen aktuellen Stand sind.

00:04:59: Das sind die Dinge, die heute unzählige Stunden und Nerven kosten.

00:05:02: Okay, das sind also die Basics, die aber schon massive Fehler verhindern.

00:05:06: Was kommt dann in Level zwei?

00:05:07: Level zwei, das kommt ab Mitte-Zw.

00:05:09: Jahr-Zw.

00:05:10: Jahr-Zw.

00:05:10: Jahr-Zw.

00:05:10: Jahr-Zw.

00:05:10: Jahr-Zw.

00:05:10: Jahr-Zw.

00:05:11: Jahr-Zw.

00:05:11: Jahr-Zw.

00:05:11: Jahr-Zw.

00:05:11: Jahr-Zw.

00:05:11: Jahr-Zw.

00:05:12: Jahr-Zw.

00:05:12: Jahr-Zw.

00:05:12: Jahr-Zw.

00:05:13: Jahr-Zw.

00:05:13: Jahr-Zw.

00:05:13: Jahr-Zw.

00:05:14: Jahr-Zw.

00:05:14: Jahr-Zw.

00:05:14: Jahr-Zw.

00:05:14: Jahr-Zw.

00:05:14: Jahr-Zw.

00:05:15: Jahr-Zw.

00:05:15: Jahr-Zw.

00:05:16: Jahr-Zw.

00:05:16: Jahr-Zw.

00:05:16: Jahr-Zw.

00:05:16: Jahr-Zw.

00:05:16: Jahr-Zw.

00:05:17: Jahr-Zw.

00:05:17: Jahr-Zw.

00:05:17: Jahr-Zw.

00:05:17: Jahr-Zw.

00:05:19: Jahr-Zw.

00:05:19: Jahr Und Level drei, ab dem Jahr ab dem Jahr ab dem Jahr ab dem Jahr ab dem Jahr ab dem Jahr ab dem Jahr ab dem Jahr ab dem Jahr ab

00:05:27: dem Jahr ab dem Jahr ab dem Jahr ab dem Jahr ab dem Jahr ab dem Jahr ab dem Jahr ab dem Jahr ab dem Jahr ab dem Jahr ab dem Jahr ab dem Jahr ab dem Jahr ab dem Jahr ab dem Jahr ab dem Jahr ab dem Jahr ab dem Jahr ab dem Jahr ab dem Jahr ab dem Jahr ab dem Jahr ab dem Jahr ab dem Jahr ab dem Jahr ab dem Jahr ab dem Jahr ab dem

00:05:48: Jahr ab dem Jahr ab dem Jahr.

00:05:51: Die Roadmap sieht das als Ziel vor.

00:05:53: In der Praxis wird das die größte Hürde sein, weil es eben nicht nur die Planer betrifft, sondern die gesamte Verwaltungsinfrastruktur.

00:06:00: Aber es zeigt die Richtung.

00:06:01: Es geht nicht mehr nur um ein hübsches Tridemodell, sondern um die durchgängige, digitale Nutzung der Daten.

00:06:07: Vom ersten Strich bis zur Abrechnung.

00:06:10: Okay, das Bild wird klarer.

00:06:12: Wir haben also eine Methode, die so mächtig ist, dass der Bund sie zur Pflicht macht und wir haben diese schockierende Zahl.

00:06:18: Siebenundfünfzig Prozent weniger Fehler kosten.

00:06:22: Das bringt mich zur zentralen Frage, die sich durch alle ihre Unterlagen zieht.

00:06:26: Wenn das alles so gut ist, warum machen es dann seventy- zwei Prozent der Büros nicht?

00:06:31: Ja, und da liefern ihre Quellen einen ganzen Haufen Gründe, die sich zu einem echten Teufelskreis verstärken.

00:06:39: Im Grunde, und das ist die zentrale Erkenntnis, bestraft sich die Branche selbst.

00:06:43: Man ist so damit beschäftigt, die Symptome der Ineffizienz zu bekämpfen.

00:06:48: Überstunden, Fehlersuche, Chaos auf der Baustelle, dass man die Energie nicht aufbringt, die Krankheit zu heilen.

00:06:56: Das ist ein sehr treffendes Bild.

00:06:57: Als würde man ein leckes Boot mit einem Eimer ausschöpfen, anstatt das Loch zu flicken.

00:07:02: Genau.

00:07:03: Und der größte Block ist laut einer PWC-Studie von zwanzig-fünfundzwanzig eine Mischung aus Zeitdruck und Unwissen.

00:07:11: Zweiundachtzig Prozent nennen fehlendes Know-how als größtes Hindernis.

00:07:16: Die paradoxe Aussage dahinter ist, wir haben keine Zeit, uns Methoden anzueignen, die uns Zeit verschaffen würden.

00:07:24: Man steckt im Hamsterrad fest.

00:07:26: Und eine US-Studie in ihren Unterlagen beziffert diesen Wahnsinn.

00:07:31: Der wöchentliche Zeitverlust pro Mitarbeiter durch ineffiziente Abläufe, also Datensuche, Konfliktlösungen, Nacharbeiten, liegt bei

00:07:41: vierzehn, eins Stunden.

00:07:43: Das sind fast zwei volle Arbeitstage pro Woche, die einfach verpufen.

00:07:47: Ja, und das führt uns direkt zur Fachkräftefalle.

00:07:51: Weil die Leute ja eh schon überlastet sind.

00:07:53: Richtig.

00:07:54: Fünfundachzig Prozent bedroß sehenden Mangel an qualifizierten Leuten als Hauptproblem.

00:07:59: Gleichzeitig leisten Architekten im Schnitt fünfkommar vier Überstunden pro Woche.

00:08:05: BIM könnte das reduzieren.

00:08:07: Aber für die Implementierung, die Schulungen, da fehlt genau die Kapazität, die man so dringend bräuchte, um sie frei zu schaufeln.

00:08:14: Moment mal.

00:08:15: Aber was mich an den Zahlen am meisten überrascht hat, ist diese sogenannte Auftraggeberbremse.

00:08:21: Man würde ja denken, dass die Bauherren, die am Ende für die Fehlerkosten aufkommen, massiv Druck machen und BIM einfordern.

00:08:28: Aber ihre Zahlen sagen das genaue Gegenteil.

00:08:31: Das ist in der Tat ein alarmierendes Signal aus dem Markt.

00:08:34: Ihre Quellen zeigen, dass in den letzten Jahren im Jahr im Jahr, im Jahr im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im

00:08:40: Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr,

00:08:45: im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Haben die Bauherrnschlechte Erfahrungen gemacht?

00:08:52: Die

00:08:52: Studien deuten auf eine Mischung hin.

00:08:55: Sicher gab es früher BIM-Projekte, bei denen es vielleicht sogar teurer wurde, weil die Prozesse noch nicht saßen.

00:09:01: Dann mangelt es oft an der Kompetenz auf Bauherrnseite, BIM-Leistungen korrekt auszuschreiben.

00:09:06: Und drittens, ein transparenter Prozess ist nicht von allen Beteiligten gewünscht.

00:09:12: Ein lückenhafter Plan lässt mehr Raum für teure Nachträge.

00:09:16: Das zeichnet ein ziemlich düsteres Bild vom Effizienzweltmeister Deutschland.

00:09:22: Massiv.

00:09:23: Eine McKinsey-Studie hat ja schon im Jahr zwei Tausendseventeen festgestellt, dass die Produktivität in der deutschen Baubranche nur um Null, drei Prozent jährlich wächst.

00:09:32: Andere Branchen schaffen einen Prozent.

00:09:35: Wir hinken also deutlich hinterher.

00:09:37: Okay, für ein kleines oder mittleres Architekturbüro klingt das jetzt nach einer riesigen Hürde.

00:09:42: Kosten, Schulungen, neue Prozesse.

00:09:45: Eine Broschüre der Architektenkammer richtet sich ja genau an diese Zielgruppe.

00:09:49: Welche praktischen Tipps geben ihre Quellen denn für den Staat?

00:09:53: Die gute Nachricht ist, man muss nicht von null auf hundert gehen.

00:09:56: Die bayerische Ingenieur Kammerbau gibt da sieben sehr konkrete und wie ich finde ermutigende Tipps.

00:10:02: Der erste ist der wichtigste.

00:10:04: Ignorieren Sie das Thema nicht.

00:10:06: Wer jetzt noch die Augen verschließt, verliert den Anschluss.

00:10:08: Und der zweite Tipp ist besonders für den Einstieg interessant.

00:10:11: Da geht es um Little Bim.

00:10:13: Was ist das?

00:10:14: Ja genau, der lautet, fangen Sie mit Little Bim an.

00:10:17: Das bedeutet, nutzen Sie die Methode erstmal nur für Ihre eigenen bürointerne Prozesse.

00:10:23: Auch wenn die Projektpartner noch nicht so weit sind.

00:10:25: Man muss also nicht das ganze Orchester dirigieren, sondern kann erst mal nur am eigenen Instrument besser werden.

00:10:31: Perfekt zusammengefasst.

00:10:33: Nehmen wir einen Tragwerksplaner.

00:10:35: Er bekommt vom Architekten ganz klassische Zwei-D-Pläne.

00:10:39: Anstatt jetzt nur in Zwei-D weiterzuarbeiten, baut er sich für seine eigene Arbeit ein einfaches Dreidimodell des Tragwerks.

00:10:48: Damit kann er intern seine Qualität kontrollieren und seine eigenen Pläne sauber ableiten.

00:10:54: Der Mehrwert entsteht also schon, bevor er überhaupt eine Datei mit jemand anderem ausgetauscht hat.

00:11:00: Das klingt nach einem sehr pragmatischen Ansatz.

00:11:02: Und was sind die weiteren Schritte?

00:11:04: Holen Sie sich externe Beratung und Schulung.

00:11:07: Sich alles selbst beizubringen, ist am Ende teurer.

00:11:10: Viertens.

00:11:11: Investieren Sie in Standards, also Projektvorlagen, Bauteilbibliotheken.

00:11:15: und fünftens, ganz wichtig.

00:11:17: Investieren Sie in Ihre Mitarbeiter.

00:11:20: Ein einziger BIM-Begeisterter Mitarbeiter im Team kann als Multiplikator wirken und das ganze Büro mitziehen.

00:11:26: Die letzten beiden Punkte zielen ja dann stark auf die Unternehmenskultur ab.

00:11:29: Ich.

00:11:30: Und siebtens.

00:11:32: Nicht aufgeben.

00:11:33: Rückschläge sind normal.

00:11:35: Wichtig ist, daraus zu lernen.

00:11:38: Kommen wir mal zum Geld.

00:11:39: Da kursieren ja oft abschreckend hohe Zahlen.

00:11:43: Was sagen Ihre Quellen zu den Echtenkosten?

00:11:46: Die Dokumente geben hier recht konkrete Anhaltspunkte.

00:11:49: Bei der Software liegen Abolizenzen bei etwa ´thausendfünfhundert Euro pro Anwender und Jahr.

00:11:55: Eine Kauflizenz liegt zwischen ´thausendfünfhundert und ´achtausendfünfhundert Euro.

00:12:00: Dazu kommen die Schulungen.

00:12:02: Da müssen sie pro Mitarbeiter einmalig mit ´thausend bis ´thausend Euro für die Grundlagen rechnen.

00:12:07: Aber was ist mit den versteckten Kosten?

00:12:09: Die unzähligen Stunden, die das Team am Anfang verliert, weil die Software hagt oder die Prozesse noch nicht sitzen.

00:12:17: Das taucht in so einer Hochglanz-Arrow-Eil-Rechnung ja selten auf.

00:12:20: Ein absolut valider Punkt.

00:12:22: Dieses anfängliche Teil der Tränen ist real.

00:12:26: Aber, und das betont die Pomplus-Consulting-Studie sehr deutlich, der größte Hebel für den Return on Invest kommt nicht von den Softwarekosten, sondern von den Produktivitätsgewinnen.

00:12:37: Es ist eine Investition in die Zukunftsfähigkeit.

00:12:40: Wer heute nicht investiert, hat morgen vielleicht keine Aufträge mehr.

00:12:44: Es geht also um weit mehr als nur darum, eine neue Software zu installieren.

00:12:48: Wie verändern sich denn die täglichen Arbeitsabläufe?

00:12:51: Es ist ein tiefgreifender Wandel.

00:12:53: Ihre Dokumente heben hier drei Kernpunkte hervor.

00:12:57: Der erste ist das sogenannte Frontloading.

00:13:00: Frontloading.

00:13:01: Das bedeutet, Entscheidungen und Planungsaufwand fallen viel früher im Prozess an.

00:13:07: Die ersten Planungsphasen werden intensiver, dafür läuft es später auf der Baustelle reibungsloser.

00:13:13: Weniger böse Überraschungen also.

00:13:15: Genau.

00:13:16: In ihren Unterlagen ist eine Faltstudie.

00:13:18: Bei einem Krankenhausbau trifft der Lüftungsmonteur auf der Baustelle auf einen betonierten Stahlträger.

00:13:24: Genau da, wo sein Kanal durch sollte.

00:13:27: Der

00:13:27: Klassiker.

00:13:28: Baustopp, Träger auf Stämmen, Kosten, zwanzigtausend Euro, drei Wochen Verzug.

00:13:34: Im BIM-Modell hätte eine Software diesen Fehler in Sekunde zwei der Planung gefunden.

00:13:39: Kosten?

00:13:40: Null.

00:13:41: Ein unschlagbares Argument.

00:13:42: Und der zweite Punkt war die Transparenz.

00:13:45: Genau.

00:13:46: Alle arbeiten auf einer gemeinsamen Datenbasis, dem Common Data Environment, kurz CDE.

00:13:52: Das ist eine Art zentraler Projektserver.

00:13:55: Jeder hat Zugriff auf die aktuellsten Pläne, keine veralteten Stände mehr.

00:13:59: Und das alles muss ja auch rechtlich abgesichert sein.

00:14:02: Verändert BIM auch die Verträge und die Haftung.

00:14:05: Hier gibt die Architektenkammer eine wichtige Entwarnung.

00:14:09: Es braucht keine komplett neuen Vertragsmodelle.

00:14:12: Aber Anpassungen sind absolut nötig.

00:14:15: Die BIM-Leistungen müssen klar beschrieben werden, meist in einem BIM-Abwicklungsplan.

00:14:20: Die Haftung ändert sich nicht grundsätzlich, aber es gibt neue Risiken, wie Softwarefehler oder Datenverluste.

00:14:26: Das muss man regeln.

00:14:27: Fassen wir das also einmal zusammen.

00:14:29: Sie haben uns hier ein Bild gezeichnet, das voller Widersprüche steckt.

00:14:33: Auf der einen Seite die BIM-Methode, die vom Bund vorangetrieben wird, Kosten spart und die Qualität erhöht.

00:14:40: Und auf der anderen Seite eine riesige Mehrheit der Planungsbüros, die im selbstgemachten Teufelskreis aus Zeitmangel und fehlendem Wissen gefangen scheint?

00:14:49: Genau das ist die Situation.

00:14:51: Und vielleicht ist es an der Zeit einen Begriff zu hinterfragen, der oft als das ultimative Ziel von BIM genannt wird.

00:14:58: Der digitale Zwilling.

00:15:00: Eine ihrer Quellen, der Leitfaden der Architektenkammer, nennt diesen Begriff explizit irreführend.

00:15:08: Warum das?

00:15:09: Klingt doch erst mal erstrebenswert.

00:15:10: Weil es nicht darum geht, die Realität eins zu eins bis zur letzten Schraube zu kopieren.

00:15:15: Das wäre viel zu aufwendig.

00:15:16: Es geht darum, ein abstraktes, aber absolut verlässliches Planungsinstrument zu schaffen.

00:15:21: Eben jene Single Source of Truth.

00:15:24: Die eigentliche Revolution ist nicht das fotorealistische dreiD-Modell, sondern die strukturierte, datenbasierte Arbeitsweise, die es erzwingt und ermöglicht.

00:15:32: Was bedeutet das alles jetzt für Sie, unseren Zuhörer?

00:15:36: Die abschließende Frage, die sie sich nach der Analyse dieser Unterlagen stellen sollten, lautet daher vielleicht nicht, können wir uns BIM leisten?

00:15:45: Sondern angesichts der dokumentierten Ineffizienzen und der kommenden BIM-Flicht des Bundes, können sie es sich wirklich noch leisten, es nicht zu tun?

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